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Ausstellungen

Geschichten vom vorgestern

Fotoausstellung, kuratiert vom Orden der Ritter der Langhe

21. Februar 202627. März 2026

Die Ausstellung ist kostenlos und barrierefrei zugänglich und von Montag bis Freitag von 8:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Samstags ist eine Reservierung erforderlich.

Vernissage Samstag, 21. Februar um 18:00 Uhr

Professioneller Workshop Corso Torino 18
Freier Eintritt
Geschichten vom vorgestern
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„Geschichten vom Tag vorgestern“ ist eine Ausstellung des Ritterordens der Langhe in Zusammenarbeit mit der Fotowerkstatt Corso Torino 18. Entstanden aus dem Dialog zwischen Bild und Wort, überträgt sie der Fotografie und der Erinnerung die Aufgabe, eine scheinbar ferne Welt einzufangen.
Vom 21. Februar bis 27. März 2026 führt die Ausstellung die Besucher im Corso Torino 18 in Alba durch das Leben in der Alta Langa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als der Alltag eng mit der Landwirtschaft und ihrem unerbittlichen Rhythmus verwoben war.
Die Fotografien der kürzlich verstorbenen Malvina Manera bilden eine nüchterne und direkte visuelle Erzählung, die die Härte des vorwiegend ländlichen Lebens ohne Beschönigung oder Idealisierung einfängt. Die sich wiederholenden Gesten der Feldarbeit, die von Erschöpfung gezeichneten Körper, die stillen Blicke erzählen von einer Realität des Opfers und des täglichen Widerstands, in der Arbeit nicht nur eine Notwendigkeit, sondern Ausdruck individueller und kollektiver Identität war.
Neben diesen Bildern finden sich auch Momente der Ruhe und Entspannung: Feste, Zusammenkünfte und unbeschwerte Augenblicke, die die Härte der Feldarbeit durchbrechen. Diese Fragmente verleihen der Erzählung neue Tiefe und erinnern uns daran, dass selbst unter härtesten Bedingungen ein tiefes Bedürfnis nach sozialer Interaktion, Austausch und einfacher Freude bestand.
Die visuelle Reise ist eng verwoben mit den schriftlichen Zeugnissen von Celeste Oricco, die über Jahre die Geschichten ihrer Mutter und Tante, Luigina und Teresina Martino, bewahrt hat. Beide wuchsen in Pavaglione auf, einem symbolträchtigen Ort in der Alta Langa. Sie verstarben 2023. Ihre Worte vermitteln eine tief empfundene Erinnerung, geprägt von Opfern, unermüdlicher Arbeit und starken Familienbanden, und bieten so eine intime und authentische Interpretation der Bilder.
Die Ausstellung wurde von Antonio Buccolo, Alberto Cacciatore, Roberto Coro, Pierguido Fornaro, Enzo Giacone und Andrea
Vero kuratiert. Sie haben eine harmonische und ausgewogene Reise geschaffen, die historische Dimension, menschliche Zeugnisse und die Bildsprache der Fotografie vereint und dabei jegliche Form verklärender Nostalgie vermeidet. „
Geschichten aus der Zeit vor gestern“ ist Malvina, Luigina und Teresina gewidmet und, im Idealfall, all den Frauen, die im vergangenen Jahrhundert so viele Familien in der Alta Langa ernährt haben. Oft unsichtbar, aber dennoch zentral – stille Stützen des häuslichen und ländlichen Lebens, Hüterinnen des Wissens und seiner Weitergabe. Die Ausstellung versteht sich somit als Akt der Anerkennung und des gemeinsamen Erinnerns, der individuelle Geschichten in ein kollektives Erbe verwandelt.

Zur Eröffnung der Ausstellung finden verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt:
Am Samstag, den 7. März, um 17:00 Uhr, veranstaltet der Kulturverein L’Arvàngia in Zusammenarbeit mit Romano Salvetti das Gespräch „Zwischen Töpfen und Groll“ über die Figuren der Chisinere (traditionelle Holzhexen) und der Masche (Hexen).
Am Samstag, den 14. März, um 17:00 Uhr, findet in Zusammenarbeit mit dem Verein ALEC – Gianfranco Alessandria das Treffen „Hohes Land, tiefes Leben“ statt, ein Gespräch mit Antonio Buccolo, Matteo Cerrina, Autor des Buches „Vom Randgebiet zum Ursprungsland – Die Alt(r)a Langa“, und Celeste Oricco.
Schließlich hält Professor Gianmarco Gastone am Samstag, den 21. März, um 17:00 Uhr einen faszinierenden Vortrag mit dem Titel „Arbeit und Geschichte: Die Langhe“.

Veranstaltung organisiert von:

Orden der Ritter der Langhe

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